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Entstehung, Qualitätskriterien, Rohstoffe Kochwürste sind typische Produkte aus Mitteleuropa. Es gibt sie seit vielen Jahrhunderten, diese Produkte sind aus den Hausschlachtungen der Bauern entstanden und wurde später von den Fleischereibetrieben übernommen und weiterentwickelt. Blutwürste sind eines der ältesten Wursterzeugnisse, die wir kennen. |
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Warum nennt man diese Produkte Kochwürste? Alle Fleisch- und Fettteile der Kochwurstproduktion werden aus vorher erhitzten Ausgangsmaterial hergestellt, nur Leber und Blut (mit einigen Ausnahmen) werden im rohen Zustand verarbeitet. |
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Wie erreicht man Spitzenqualität bei Kochwürsten? Die Verarbeitung schlachtwarmer Fleisch- und Fettteile, auch Innereien, ist die bei weitem beste Herstellungsart und kann durch keine andere Herstellungstechnologie qualitätsmäßig ersetzt werden, außerdem ist geringste Verkeimung garantiert. Die besten Ergebnisse werden bei einem pH-Wert zwischen 7,3 – 6,5 erzielt. Um wirklich Spitzenqualität zu erreichen, soll aber die Kochwurst spätestens am Tag der Schlachtung hergestellt werden. In diesem Verarbeitungszeitraum wird, bestes Aroma, schöne Farbe, beste Konsistenz und hervorragende Haltbarkeit erreicht. |
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1. Fleisch mit minimal pH-Wert von 7,3 – 6,0, mit gutem Wasserbindevermögen 2. Fleisch mit guter Farbbildung und Farbhaltung, gute Verzehrqualität, natürliches Fleischaroma, darum kein PSE-Fleisch 3. Fleisch mit guter Haltbarkeit, darum kein DFD-Fleisch 4. Kein Gefrierfleisch, nur frisches Blut, am besten Warmverarbeitung, frische junge Schwarten, Innereien Warmverarbeitung |
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| Farbverhalten der Kochwurst unter Wärmeeinwirkung in Abhängigkeit von Temperatur und Zeit | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Tabelle von: Prof. Dr. Wirth, Bundesanstalt für Fleischforschung Kulmbach. |
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| Optimale Werte für feincremige Leberwurstmassen |
1. Ideale Temperaturen von Fleisch und Fett, Wassertemperatur +80° bis +85°C, Kerntemperatur +65° bis +70°C 2. Ideale Temperaturen bei Schwarten und S-Köpfen, Wassertemperatur +95° bis +98°C, Kerntemperatur +80°C 3. Ideale Temperaturen bei Innereien außer Leber, Diese werden nur gekocht verarbeitet, Temperaturen um +80° bis +85°C 4 Zugabe der feincremigen Lebermasse mit –1° bis -2°C, bei maximaler Temperatur der Brätmasse von +55° bis +50°C 5. Durch Zugabe von Schwarten oder Schweineköpfen bei 2. oder 3. Qualität, zusätzliche Stabilisierung der Leberwurstmasse 6. Füllen der Leberwurstmasse, ideale Fülltemperatur +35°C, anschließend sofort dem Kochprozess zuführen 7. Kochen der Leberwürste im Naturdarm und Schweinemagen, bei +90°C in Wasserbad geben, auf +80°C absinken lassen 8. Abkühlen der Leberwürste im Naturdarm und Schweinemagen, rasch mit Eiswasser auf +20°C abkühlen, Kühlraum +3°C 9. Blutaufbereitung, wenn nicht warm verarbeitet wird, rasch auf +3°C rasch abkühlen, pH-Wert liegt zwischen 7,3-7,5 10. Farbverbesserung im Blut, durch Zufuhr von Sauerstoff im Kutter mit höchster Messerdrehzahl 11. Einflüsse auf die Farbbildung bei Blutwurst. Je weniger Blut in der Schwartenmasse, desto heller wird die Farbe ...
Wichtig ist, dass die Speckwürfel nach dem Anbrühen mit siedent heißen Wasser abgespült werden, sonst kein Glanz 12. Ideale Mischtemperaturen der Blutwurstmassen, alle Teile und Einlagen sollen vor Zugabe des Blutes um +40°C liegen 13. Ursache rote Speckwürfel, niedere und kurze Kochtemperaturen/Zeiten, Wassertemperatur +80°C, Kerntemperatur +75°C. Der Blutfarbstoff, das Hämoglobin, denaturiert ab einer Temperatur von +70°C. Blutwurst zu nieder gekocht. 14. Wenn möglich kein Rinderblut einsetzen, Blutwurst dunkle Farbe, zu trocken, weniger Aroma, nicht so elastisch |
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| Negative Umröteinflüsse Vorbereitung von Fleisch- und Speckeinlagen für Kochwürste Kalträuchern der Blut- und Leberwürste |
Gedünstete Zwiebel, feinstzerkleinerte Innereien sowie Milch in der Blutschwartenmasse verändern die Farbe der Blutwurst negativ. Auch gemahlene oder gerebelte Naturgewürze wie Majoran, Thymian, Piment, Koriander beeinflussen die Farbe negativ. Gewürzextrakte hingegen bringen bei dieser Herstellungsart keine nachteiligen Farbveränderungen. Daher sind Extrakt-Gewürzmischungen zu bevorzugen. Die Zugabe des Blutes (+35°C) in die Schwartenbreimasse (+40°C) soll immer erst am Ende des Kutterprozesses erfolgen, wobei auf die richtigen Temperaturen zu achten ist. Auch der Zeitpunkt der Salzzugabe spielt eine Rolle. Salz soll nie direkt dem Blut, sondern erst am Ende der Herstellung der Blutschwartenmasse beigegeben werden. Die Zugabe einer Ascorbinsäure/Zitronensäure-Mischung 0,6g pro Kilo Masse wirkt sich positiv auf die Farbe aus. Das Erhitzen von gepoltertem und gepökeltem Fleisch für Einlagen (ideal ist eine Einspritzung von 20%-25% Lake, Ausgleich des Kochverlustes) soll im Kochkessel oder Kochschrank im Temperaturbereich von +80° bis +85°C durchgeführt und auf eine Kerntemperaturen von zirka +70°C gebracht werden. Während des Erhitzungsprozesses tritt Fleischsaft (Kochverlust) aus. Das ist bei der Kochung dieser Einlagen technologisch wichtig. Würde dieser Fleischsaft erst bei der Kochung der Wurst (z.B. Schinkenrotwurst) austreten, wäre Geleeabsatz und ein schlechtes Schnittbild die Folge. Zungen werden bei Kochtemperaturen von +98°C auf eine Kerntemperatur von +80°C gekocht, dann ist auch das Ablösen der Haut problemlos möglich. Bei der Herstellung von Kochwurstprodukten mit Kochsalz oder Nitritpökelsalz, auch in Kombination, ist besonders darauf zu achten, dass vor dem Räuchervorgang die Ware sehr gut gekühlt (+3°C) und gut abgetrocknet ist. Die eigentliche Rauchphase soll für diese Produkte möglichst kurz gehalten werden. Bei zu starker Räucherung wäre eine unansehnliche graubraune Farbe an der Randzone die Folge. |
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